Unionsvertreter


Unternehmen, die keinen Sitz oder keine Niederlassung in der Europäischen Union haben, müssen regelmäßig einen sogenannten Unionsvertreter benennen. Nach dem in der DS-GVO verankerten Marktortprinzip müssen sie nämlich auch die Regelungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung beachten, sofern

Unternehmen, die in keinem Mitgliedsstaat der EU niedergelassen sind und unter den Anwendungsbereich der DS-GVO fallen, haben also nach Art. 27 Abs. 1 DS-GVO grundsätzlich einen Unionsvertreter zu benennen. Die Benennung ist daher sehr eng mit dem Marktortprinzip verknüpft.

Die Benennung eines Unionsvertreters entbindet das Unternehmen nicht von seinen Verpflichtungen nach der DS-GVO. Es bleibt für die Datenverarbeitung weiterhin verantwortlich und haftbar. Bei einer Verletzung der Benennungspflicht drohen allerdings zusätzlich Bußgelder durch Aufsichtsbehörden und Schadensersatzansprüche von betroffenen Personen. Auch die Reputation des Unternehmens leidet, da die Bürger in der EU inzwischen ein gewisses Datenschutzniveau erwarten und einen konkreten Ansprechpartner haben wollen.

Der Unionsvertreter ist somit das „greifbare Verpflichtungs- und Vollstreckungssubjekt“ in der Union. Er dient vor allem als Anlaufstelle für Betroffene und Aufsichtsbehörden in allen DS-GVO-relevanten Fragestellungen. Unabhängig davon kann der Unionsvertreter Unternehmen durch seine Fachkenntnis und Expertise bei der Umsetzung der Anforderungen der DS-GVO unterstützen. Dazu gehört z.B. die Erstellung von datenschutzrechtlichen Pflichtdokumentationen oder auch der Abschluss von Verträgen zur Auftragsverarbeitung.

MORGENSTERN unterstützt Ihr Unternehmen gern als Unionsvertreter. Durch die internationale Ausrichtung und insbesondere auch die Nähe zur Schweiz sind die Berater von MORGENSTERN mit den Anforderungen an einen Unionsvertreter bestens vertraut. Die jahrelange Erfahrung im Bereich Datenschutz und im Umgang mit Betroffenen und Aufsichtsbehörden gewährleisten zudem eine Beratung auf höchstem Niveau.