WhatsApp führt neue Verschlüsselung ein Nachrichten, Fotos und Videos besser geschützt

WhatsApp hat auf die anhaltende Diskussion um den Datenschutz in sozialen Medien und bei ähnlichen Anbietern reagiert und verschlüsselt nun die Daten, die über den Messenger verschickt werden.

Bisher nur Android besonders geschützt

Während beim iPhone bisher keine nennenswerte Verschlüsselung stattfand, wurde die Kommunikation zwischen Smartphones mit Android-Betriebssystem schon immer über die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt.

WhatsApp hat nun jedoch reagiert und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch für Geräte von Apple eingeführt. Geschützt werden dabei nicht nur die Nachrichten selbst, sondern sämtliche Daten wie auch Fotos oder Videos.

Was ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können nur die am Chat beteiligten Nutzer die gesendeten Daten einsehen. Niemand sonst – auch nicht WhatsApp selbst – hat Zugriff auf die Daten. Die Verschlüsselung erfolgt nach Aussage von WhatsApp dadurch, dass Nachrichten mit einem Schloss gesichert werden und nur der Absender und der Empfänger den „Schlüssel“ haben, der für die Entschlüsselung und das Lesen der Daten notwendig ist.

Zur Steigerung der Sicherheit hat zudem jede Nachricht ihr eigenes und einmaliges Schloss mit einem eigenen Schlüssel. All dies passiert automatisch, ohne dass die Nutzer Einstellungen ändern oder spezielle sichere Chats erstellen müssen.

Die Nutzer können die Verschlüsselung außerdem auch überprüfen. Indem man sich im Chat einen QR-Code und eine 60-stellige Sicherheitsnummer anzeigen lässt, kann ein Abgleich dieses QR-Codes und der Sicherheitsnummer zwischen den beteiligten Nutzen erfolgen. Stimmen beide überein, ist die Verschlüsselung wirksam.

WhatsApp weißt jedoch darauf hin, dass die Verschlüsselung nur funktionieren kann, wenn die beteiligten Nutzer jeweils die aktuelle Version der APP auf ihren Smartphones installiert haben.

Endgültige Sicherheit bringt die neue Verschlüsselung jedoch nicht. Zwar können die gesendeten Daten nicht mehr einfach eingesehen werden. Man kann die Smartphones können weiterhin hacken, indem ein Keylogger installiert wird, der die Daten entschlüsselt und einsehbar macht.

WhatsApp reagiert auf öffentliche Diskussion

Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA wird die Diskussion um den Datenschutz immer größer. Das zu Facebook gehörende WhatsApp reagiert nun ebenfalls. Schon Apple und Microsoft haben sich in der jüngeren Vergangenheit auch in den USA für Datenschutz eingesetzt und weigerten sich beispielsweise, Mobiltelefone für das FBI zu entsperren. WhatsApp schließt sich diesen Größen der Branche nun an und zieht im Datenschutz nun nach.

Für die über eine Milliarde Nutzer von WhatsApp dürfte die Verschlüsselung wohl ein Grund sein, dem Messenger treu zu bleiben.

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