Verlage analysieren mit zahlreichen Trackern das Surfverhalten der Nutzer Einst haben wir die Zeitung gelesen – jetzt lesen die Nachrichten uns

Sobald Interessenten auf einer Webseite Nachrichten lesen, werden sie von Trackern erfasst. Hierdurch sammeln Zeitungsverlage Daten ihrer Online-Nutzer. Dabei wird die Datenanalyse nicht immer nur für Verlagszwecke genutzt.

IT-Sicherheitsexperten haben herausgefunden, dass fast alle Online-Nachritenportale in Deutschland  eine erhebliche Anzahl von Trackern einbinden. Dabei scheint die Datensammelwut der deutschen Verlage größer zu sein als von vielen gedacht. Auf der Aufklärungsseite http://newsreadsus.okfn.de/ heißt es: „We used to read the newspaper, now the news reads us“.

Webseiten prominenter Verlage nutzen diverse Tracker, vergleichbar mit elektronischen Sonden, die das Surfverhalten der Nutzer detailliert beobachten. Die eingesetzten  Statistik-Tools messen die Reichweite der Webseiten und zeigen auf, woher und wie oft die Leser kommen.

Interessant ist hierbei, dass zwar Journalisten schon seit Jahren für mehr Datenschutz kämpfen und die Datensammelwut von Google und Facebook anprangern. Gleichzeitig durchleuchten Verlage selbst ihre Kundschaft – für eigene Zwecke, für ihre Werbekunden oder zum Verkauf an Dritte.

Zwar können sich Leser mit speziellen Erweiterungen für den Internet-Browser der Datensammelei entziehen. Jedoch scheint die Installation von Browser-Plug-Ins keine dauerhafte Lösung zu sein.

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