Neue Software für die Verschlüsselung von E-Mails Volksverschlüsselung in Kooperation von Fraunhofer-Institut und Telekom

Die meisten Menschen verschlüsseln ihre E-Mails nicht. Der überwiegende Grund dafür ist eindeutig, dass eine Verschlüsselung für viele schlicht und einfach zu kompliziert ist. Schon in der Vergangenheit haben die Unternehmen Web.de und GMX versucht eine einfache Möglichkeit der Verschlüsselung anzubieten. Sie bedienten sich hierzu der Open-Source-Software Mailvelope. Wirklich durchgesetzt hat sich diese Technik jedoch  nicht.

Volksverschlüsselung

Die neuste Entwicklung auf dem Gebiet der Verschlüsselung von E-Mails trägt den Namen „Volksverschlüsselung“. Diese wurde in Kooperation vom Fraunhofer-Institut und der Telekom entwickelt. Aktuell ist diese nur mit Windows kompatibel. Es sollen jedoch zeitnah Versionen für Mac OS X, Linux, iOS und Android folgen. Nach der Veröffentlichung der Verschlüsselungssoftware will das Fraunhofer-Institut den Quellcode allgemein zur Verfügung stellen. Die Telekom und Fraunhofer wollen sich durch die Entwicklung der Software ihren gesellschaftlichen Aufgaben stellen und sehen in der Volksverschlüsselung den einfachsten und transparentesten Weg zum sicheren E-Mail-Verkehr.

Wie Funktioniert die Software?

Aktuell unterstützt die Software den sog. S/MIME-Standard. Es soll aber bald auch das sog. OpenPGP unterstützt werden.

Durch Anmeldung mit dem elektronischen Personalausweis oder dem DTAG Telekom Login wird ein kryptographischer Schlüssel erzeugt, mit dem sich E-Mails verschlüsseln lassen. Diese Schlüssel werden dann automatisch von der Software in die genutzten E-Mail-Programme eingebracht. Durch diese Methode sei es künftig auch weniger bewanderten Nutzern möglich ihre E-Mails zu verschlüsseln, so die Sprecher des Fraunhofer-Instituts und der Telekom. Die Software sei der einfachste Weg zur sicheren Verschlüsselung.

Fazit

Wenn die Volksverschlüsselung sich tatsächlich durchsetzen sollte, wäre der Telekom und dem Fraunhofer-Institut wohl der große Wurf gelungen. Ob die Software im Alltag aber tatsächlich so einwandfrei und einfach funktioniert, wird sich erst noch zeigen müssen. Außerdem muss erst das Vertrauen der weniger technikaffinen Nutzer gewonnen werden. In jedem Fall stellt die neue Software eine große Chance dar, deren Entwicklung beobachtet werden sollte.

 

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