Krankenkassen dürfen keine Auskünfte bei privaten Auskunfteien einholen Verletzung des Datenschutzes möglich

Kooperation zwischen Krankenkassen und privaten Auskunfteien

Die Zahl der freiwillig Versicherten, die ihrer Pflicht zur Zahlung der Beiträge nicht nachkommen können, ist am steigen. Um notwendige Daten über die Versicherten ermitteln zu können, sind die gesetzlichen Krankenkassen auf die Zusammenarbeit mit privaten Auskunfteien angewiesen. Bei den zu ermittelnden Daten handelt es sich typischerweise um die Zahlungsfähigkeit oder die neue Adresse der zahlungssäumigen Versicherten.

Verletzung des Datenschutzes

Nach Ansicht von Datenschützern verstößt dieses Vorgehen der gesetzlichen Krankenkassen gegen den Datenschutz. Auslöser war ein veröffentllichter Bericht im Spiegel, wonach die BKK mit der Schufa kooperierte. Eine anschließend gestartete Umfrage ergab, dass eine weitere Krankenkassen mit privaten Auskunfteien zusammenarbeiten.

Proteste des Branchenverbands der Auskunfteien

Der Branchenverband der Auskunfteien hält die Verträge zwischen Krankenkassen und privaten Auskunfteien hingegen für rechtskonform. Bei den weitergegeben Daten handle es sich lediglich um Namen und Adressen der Versicherten. Datenschützern weisen hingegen darauf hin, dass die Krankenkasse bei amtlichen Stellen Informationen über die Versicherten einholen können und somit nicht auf eine Zusammenarbeit mit privaten Auskunfteien angewiesen seien. Nicht unzulässig seien jedoch Auskünfte zu Daten von Arbeitgebern, die Beiträge schuldig geblieben sind.

Beratung anfordern

Wir beraten Sie gerne - persönlich und individuell

+49 (0)6232 100119-44