Datenschutz in der Forschung Der Konflikt zwischen Anonymität und offener Wissenschaft

Informationen, die in der Wissenschaft gewonnen werden, sind generell frei zugänglich. Allerdings spielen bei personenbezogenen Daten auch datenschutzrechtliche Aspekte eine Rolle.

Am folgenden Beispiel wird dieser Konflikt deutlich:

Anmeldepflicht bei Online-Vorlesungen

Mittlerweile bieten viele Universitäten die Möglichkeit, Vorlesungen online zu verfolgen. Problematisch hierbei ist, dass viele Universitäten von externen Besuchern die Angabe von bestimmten Daten hierzu fordern.

Doch auch die eigenen Studenten werden unter die Lupe genommen. Viele Hochschulen und Universitäten protokolliert zudem das genaue Verhalten der Studenten, die das Online-Angebot nutzen. So können die hinterlassenen Kommentare, die Erledigung der Hausaufgaben und andere Schritte genau verfolgt werden.

Ziel dieser Analyse sei es, das Niveau der Kurse zu verbessern. Die Forscher möchten ihre Ergebnisse im Sinne von Open Science öffentlich präsentieren.

Pflicht zur Anonymisierung

Allerdings besteht bei der Veröffentlichung eine Pflicht zur Anonymisierung. Die Forscher müssen sich genau überlegen, welche Daten sie veröffentlichen. So können personenbezogene Daten genaue Rückschlüsse auf die Identität der Person geben. Dieses Problem betrifft alle Formen von sozilogischen Studien.

Wasserzeichen als mögliches Mittel gegen Datenmissbrauch

Diskutiert wird nun die Möglichkeit, bestimmte Daten mit digitalen Wasserzeichen zu versehen. So soll ein Missbrauch von Daten verhindert werden. Die Idee ist jedoch noch nicht ausgereift.

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